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23.12.2025
3 min
Morgen kommt der Weihnachtsmann…
Sebastian Güntzschel
Bildunterschrift: Text hier

Dann würde ich an deiner Stelle schnell in Deckung gehen, denn hast du eine Ahnung, was er in seinem Sack hat? Äpfel, Nüsse, Klopapier jedenfalls nicht. Der Originaltext dieses munteren Kinderliedes lautet nämlich:

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben.
Trommel, Pfeifen und Gewehr,
Fahn´und Säbel und noch mehr,
ja ein ganzes Kriegesheer
möchte ich gern haben.

Strophe 2:

Bring uns lieber Weihnachtsmann,
bring auch morgen, bringe,
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier
Roß und Esel, Schaf und Stier,
lauter schöne Dinge. [1]

Das ist doch mal eine Sackfüllung ganz nach dem Geschmack und Bedürfnissen unserer Zeit. Vermutlich auch ein Wunschzettel, den unsere Regierung nicht sofort wegschmeißen würde. Der Originaltext stammt übrigens von Hoffmann von Fallersleben und wurde so in den letzten Jahrzehnten natürlich nicht gesungen. Er stammte ja aus einer „ganz anderen Zeit“, in der die Jugend „kriegstüchtig“ und „kriegsbegeistert“ gemacht werden sollte.  Moment mal. Eine andere Zeit? Das ist genau unsere Zeit. Waffen, Wehrdienst und ein ganzes Kriegsheer woll´n wir gerne haben. Der Weihnachtsmann käme da wie gerufen. Der könnte die Bedürfnisse unserer Zeit ruck zuck stillen: Krieg, laute Demos, Hass und Tod. Bitte sehr. Der Weihnachtsmann machts möglich! Schöne Bescherung. Mit dieser Sackfüllung können wir vielleicht die nächste Wahl gewinnen, werden aber die nächste Generation auf dem Schlachtfeld verlieren. Das wäre ganz und gar nicht weihnachtlich. Dann ruht nicht nur der See still und starr.

Wisst ihr, mit welchem Weihnachtslied wir dagegenhalten sollten?

Macht hoch, die Tür, die Tor macht weit,
es kommt der Herr, der Herrlichkeit.
Ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt.
Gelobt sei mein Gott.

Das ist die Sackfüllung, die wir brauchen. Wenn ich zwischen dem Weihnachtsmann und dem Christkind wählen muss, dann schaue ich einfach, wer was Brauchbares mit sich bringt. Heil und Leben klingt irgendwie besser. Da pfeif ich auf Trommel und Gewehr. Dann hau‘n wir den Weihnachtsmann in den Sack (oder die Tonne) und wenden uns froh der unaussprechlichen Gabe Gottes zu, seinem geliebten Sohn.

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen... der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit loskaufte.
<author>Titus 2,11.14<author>

Also! Lasst uns froh und munter sein und uns recht von Herzen freu‘n! Dazu haben wir allen Grund!

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Morgen_kommt_der_Weihnachtsmann. (17.12.2025, 13.30 Uhr).

Sebastian Güntzschel
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