Aufregung in der Kommandozentrale.
Der Gegner: Amalek. Ein sehr unangenehmer Gegner. Er hat es auf den „Nachtrab“ abgesehen, die Schwachen, die erschöpft und müde waren (5Mo 25,17-19).
Solche gibt es heute in jeder Gemeinde. Leider werden genau sie zur Beute dieses Gegners, der modernen Amalekiter. Heimlich, hinter dem Rücken des Volkes, treiben sie ihr Unwesen.
Wie kann man diesen Kampf gewinnen? Wir brauchen Leute, die beten. Leute, die das Gebet wieder ernst nehmen, und überzeugt von der Wirksamkeit und Kraft des Gebets sind.
Josua kämpft, Mose betet, Aaron betet, Hur betet. Überraschend, oder? Für jeden Kämpfer plant Gott offenbar drei Beter ein. Merkst du was? Ahnst du, woher unsere geistliche Kraftlosigkeit kommt? Warum erledigt der Feind Schwache so erfolgreich? Warum gibt es so viele Entmutigte, die auf der Strecke bleiben? Warum werden so viele geistliche Fruchtzwerge nicht zu reifen Christen?
Beten ist Kampf. „Und die Hände Moses wurden schwer.“ Das war damals wie heute so. Wir halten vielleicht drei Tage durch bis irgendetwas Belangloses dazwischenkommt.
Idee: Warum tun wir Männer uns nicht in kleinen Gruppen zu schlagkräftigen Gebetsteams zusammen? Bilde doch noch heute einfach ein MAH-Team – ein Mose-Aaron-Hur-Team! Ruf zwei gläubige Männer an, lade sie für eine halbe Stunde in dein Arbeitszimmer ein und betet. Meint ihr wirklich, Gott würde euch nicht hören?
Ole Hallesby schreibt in seinem Buch „Vom Beten“: „Wenn es dir schwer wird zu beten, so bete nur dieses kleine Gebet: „Herr, lehre mich beten!““ Das wäre doch wenigstens ein Anfang.
Als die junge Gemeinde in Jerusalem erste Herausforderungen hatte, wurden Leute für den „Kampf“ bestimmt. Die Zwölfe aber sagten: „Wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren.“ Hammer, oder? Sie sagten sinngemäß: Wir können doch hier nicht die Gebets-Arena verlassen – auf keinen Fall.
Ich weiß, bei mir und vielleicht auch dir ist Luft nach oben, was das Gebetsleben betrifft. Das braucht uns nicht weiter zu demütigen – wenn wir denn anfangen.
„Wer Gott bittet, darf kein langes Gewäsch machen. Die Heiligen in der Schrift haben mit kurzen, aber starken und gewaltigen Worten gebetet, wie man im Psalter sieht.“
— Martin Luther





