Vor ein paar Wochen saß ich mit meinem Kollegen im Büro, als es plötzlich an der Tür klingelte. Er sprang auf, nahm ein Paket entgegen und kehrte aufgeregt zurück. Gespannt packte er es aus und zeigte mir, worauf er so lange gewartet hatte: ein Starterpaket einer Kryonik-Firma.
Darin befanden sich Notfallkarten, Sticker und ein Armband: Wer es trägt, wird so schnell es geht nach dem Tod eingefroren, in der Hoffnung, irgendwann in der Zukunft wiederbelebt zu werden.
Klingt nach wildem Science-Fiction? Tatsächlich setzen Menschen ihre Hoffnung darauf – eine Hoffnung, die viele mit Skepsis betrachten, niemand garantieren kann, technisch noch in den Sternen steht und ihren stolzen Preis hat. Es ist im Grunde der verzweifelte Versuch, dem Tod zu entkommen, in der „Hoffnung“, dass die Zukunft eine Lösung bringt.
Im Gespräch erzählte mein Kollege sogar, dass er davon träume, sein Bewusstsein einmal auf einen Server hochladen zu können – als digitale Kopie, ein „ewiges Leben“. Dahinter steckt eine tiefe Sehnsucht, eine „Hoffnung“, die sich auf menschliche Technologie gründet.
Als Christen wissen wir: Es gibt eine andere, eine „lebendige Hoffnung“, die nicht auf der Kälte einer Kammer beruht, sondern im Vertrauen auf Gott. Und genau darum geht es, wenn wir uns fragen: Welche Art von Hoffnung ist wirklich verlässlich?
Wir sind für mehr gemacht
Die Sehnsucht nach Unsterblichkeit zeigt deutlich: Wir Menschen sind für mehr gemacht:
Wenn wir uns mit einer Sehnsucht wiederfinden, die durch nichts in dieser Welt gestillt werden kann, ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass wir für eine andere Welt gemacht wurden.
— C.S. Lewis
Genau das sagt auch die Bibel:
Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit. Auch hat er die Ewigkeit in das Herz der Menschen gelegt.
— Pred 3,11
Das erklärt so viel: Diese innere Sehnsucht nach einem Leben ohne Ende kommt nicht von ungefähr. Gott selbst hat sie in unser Herz gelegt. Doch wie begründet ist unsere Hoffnung, eben diese Ewigkeit zu erleben? Womit versuchen wir unsere Sehnsucht zu stillen?
Zwei Wege mit derselben Sehnsucht
Für Menschen, die Gott nicht kennen, kann diese Sehnsucht schwer auszuhalten sein. Manche versuchen sie zu ignorieren. Andere suchen verzweifelt nach Ersatzlösungen – sei es in Technik, Kryonik oder dem Streben nach der ewigen Jugend. Das Ziel bleibt dasselbe: ein Leben ohne Krankheit, ohne Human-Error, ohne Tod.
Aber diese Wege führen nicht ans Ziel. Sie bleiben ein menschlicher Versuch, das zu erreichen, was nur Gott schenken kann.
Die wahre Hoffnung
Für uns, die wir an Jesus glauben, ist Prediger 3,11 nicht beängstigend, sondern wunderschön. Wir müssen nicht alles verstehen, was Gott tut – aber wir dürfen wissen: Er ist „das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende“ (Offb 22,13).
Die Ahnung von Ewigkeit in unserem Herzen ist kein leerer Traum. Sie ist ein Hinweis auf eine echte Ewigkeit – bei Gott. Eine begründete Hoffnung.
Die Bibel verheißt uns:
Gott wird den Tod für immer verschlingen. […] Und man wird sagen: Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns rette.
— Jes 25,8-9
Das ist die Hoffnung, die trägt. Keine Kryonik, kein Server und keine digitale Kopie des eigenen Bewusstseins,sondern Jesus Christus – der den Tod besiegt hat und uns ewiges Leben bei Gott schenkt.





